Galerie Forum Amalienpark
UTOPIE UND KATASTROPHE
Kunstansichten zu Schostakowitsch


Die Galerie Forum Amalienpark zeigt ab November 2015 eine Ausstellung zum 40. Todestag
von Dmitri Schostakowitsch. Sein Leben und sein Werk sind eng verknüpft mit dem Zweiten Weltkrieg, dessen Ende sich 2015 zum siebzigsten Mal jährt.

Dmitri Schostakowitsch (1906 - 1975) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein internationaler Ruhm ging von Berlin aus. 1927 dirigierte Bruno Walter in Berlin die 1. Sinfonie des damals 21jährigen. Die wahrscheinlich erste Schostakowitsch-Aufführung der Nachkriegszeit fand am 21. November 1952 in Berlin-Treptow statt.

Schostakowitschs musikalisches Werk zeichnet in einer einzigartigen formalen und thematischen Vielschichtigkeit die Umrisse der Welt – zwischen Utopie und Katastrophe. In seiner Musik nehmen historische Vorgänge mit gewaltigen Erschütterungen, Zustände des Leidens, der Opfer und des Heldentums eine zentrale Rolle ein. Aber auch das Aufscheinen einer besseren, humaneren Welt, gehört als Utopie zu seinem künstlerischen Gegenstand.

Der Komponist hat ein symphonisches Werk geschaffen, das in seiner Wirkung jede zeitliche Begrenzung sprengt und seine inhaltliche wie ästhetische Kraft weit ins 21. Jahrhundert hinein entfaltet. Was die Maler, Grafiker und Bildhauer in der Ausstellung miteinander verbindet, ist ihre Begeisterung für Schostakowitsch. Die Zuneigung reicht von einem intensiven Arbeiten zur Musik bis hin zu einer wahren Kennerschaft der Werke. Die Künstler und Künstlerinnen haben sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Komponisten auseinandergesetzt und dabei die unverwechselbaren Grundlinien seiner Musik aufgenommen.

Ein separates Musikkabinett ermöglicht Einblicke in biografische Details des Komponisten und präsentiert Hörbeispiele von seinen bekannten und weniger bekannten Werken.


Bildende Künstler in der Ausstellung:
Martin Colden, Martin Enderlein, Ellen Fuhr, Dieter Goltzsche, Annette Gundermann,
Sylvia Hagen, Dorothee Helena Jacobs, Oskar Manigk, Wolfgang Mattheuer und Werner Stötzer

Idee und Konzeption:
Ellen Fuhr, Annette Gundermann und Dr. Simone Tippach Schneider

Unser besonderer Dank geht an den Restaurator Thomas Schubert, F.U. Neis vom
KlangBüro Halle, dem Musik- und Theaterkritiker Dr. Gerhard Müller und Claudia Rodegast
von der Wolfgang Mattheuer-Stiftung.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung wird vom Kulturamt Pankow gefördert.


 

Ausstellung vom
21. November 2015
bis 16. Januar 2016


Veranstaltungen am
Freitag 20.11.2015
Dienstag 24.11.2015
Dienstag 1.12.2015
Mittwoch 9.12.2015
Freitag 11.12.2015
Freitag 8.1.2016
Freitag 15.1.2016

Programm-
übersicht


Einladung

 Laudatio

Presse:
   Berliner Zeitung