Galerie Forum Amalienpark
UTOPIE UND KATASTROPHE
Kunstansichten zu Schostakowitsch


Teilnehmende Künstler und Akteure

Bildende Künstler
Martin Colden, Martin Enderlein, Ellen Fuhr, Dieter Goltzsche, Annette Gundermann,
Sylvia Hagen, Dorothee Helena Jacobs, Oskar Manigk, Wolfgang Mattheuer und Werner Stötzer

Musiker
Hartmut Behrsing, Posaune
Arminio-Quartett: Johanneke Haverkate, Violine . Andrés Ramírez-Gastón, Violine .
Friedemann Jörns, Viola . Max Gundermann, Violoncello

Kunst- und Musikwissenschaftler
Dr. Simone Tippach-Schneider, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin
Dr. Gerhard Müller, Musikwisschenschaftler, Musik- und Theaterkritiker, Dramaturg
Dr. Helga Adler, Politikwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin

Gäste
Christian Grashof, Schauspieler
Prof. Peter-Alexis Albrecht, Jurist und Kriminologe
Dr. Gregor Gysi, Mitglied des Bundestages
Dr. Werner Krätschell, Superintendent a. D.
Jürgen Trittin, Mitglied des Bundestages


 

Ausstellung vom
21. November 2015
bis 16. Januar 2016

Veranstaltungen am
Freitag 20.11.2015
Dienstag 24.11.2015
Dienstag 1.12.2015
Mittwoch 9.12.2015
Freitag 11.12.2015
Freitag 8.1.2016
Freitag 15.1.2016

Programm-
übersicht




Vorstellung der Künstler




Martin Colden *1955 Rostock

Martin Colden hat sich in den vergangenen Jahren zu einem ungewöhnlichen künstlerischen Universalisten entwickelt. Sein Oeuvre umfasst sowohl Malerei und Zeichnung als auch Skulpturen, Objekte und Fotografie.

Colden sucht zeichnend, malend oder fotografierend zu verstehen. Die Zeichnung nimmt in seinem Arbeitsprozess insofern eine Sonderstellung ein, als sie – nicht zuletzt seinem unsteten Temperament folgend – die direkteste Möglichkeit ist, eine augenblickliche Empfindung wiederzugeben und damit eine Idee Form werden zulassen. (Annette Tietz, 2005)

colden.arthome.info




Martin Enderlein, *1963 Chemnitz

Martin Enderlein ist ein Berliner Maler und Grafiker, der sich in zunehmendem Maße mit seinen großformatigen Stadtbildern und seinen Holzschnitten einen Namen macht, unter anderem durch seine Präsenz in der Berliner Galerie Forum Amalienpark, zu deren Künstlergruppe er seit 2012 gehört.

»Die Logik des Bildraums und die Farbigkeit wirken fern von Sensualismus und Einfühlung. Enderleins Farben haben eine erstaunliche Strahlkraft mit einer etwas fremden und heutigen Stimmung.« (Jens Semrau, 2013)

hoeschel-enderlein.de




Ellen Fuhr, *1958 Berlin

Ellen Fuhr war dem Kunstpublikum lange Zeit vor allem durch großformatige Radierungen bekannt, bevor sie sich seit Mitte der neunziger Jahre der Malerei zuwandte und hier durch Stadtbilder auf sich aufmerksam macht. Das Portrait steht aber nach wie vor im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

»Die Stadt wird zur Bühne, und ihr überdimensionaler Tiefenraum scheint aus surrealistischen Bildern entnommen zu sein, ein Ort, wo unvereinbare Dinge in einem klaren oder trüben Licht zusammenkommen können.« (Klaus Hammer, 2013).

ellen-fuhr.de




Dieter Goltzsche, *1934 Dresden

Prof. Dieter Goltzsche, seit 1990 Mitglied der Akademie der Künste, ist mit seinem zeichnerischen und grafischen Werk in einer Vielzahl öffentlicher und privater Sammlungen vertreten. Goltzsche ist ein Virtuose der kleinen Form. Sein Medium ist das Papier. In seiner Fülle und Vielgestaltigkeit bewegt er sich im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

»Eine suggestive musikalische Rhythmik durchpulst bis heute jedes Aquarell, jede Zeichnung und jedes grafische Blatt und verrätselt das Gesehene in der abstrahierenden Formfindung zum Geheimnis.« (Karin Thomas, 1996)

de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Goltzsche




Annette Gundermann, *1957 Berlin

Annette Gundermann bleibt mit ihrer lichten transparenten Farbigkeit – auch wenn das wuchtige Schwarz oft im Spiel ist – spannungsvoll und klar, zugleich auch voller Geheimnisse. Sie gleicht einer Zauberin, durch deren Magie Licht, Bewegung, Zeit, Raum in einem festgehalten werden können. Und genau damit wird Erzählerisches überflüssig. Darin besteht vor allem der Reiz dieser Bilder. Eine empfangene Anregung – ob aus der Natur, der Literatur, der Musik – wird von ihr zu einem reinen Formen- und Farbenklang gefügt. Ja, ihre Bilder sind Musik, die zur Farbe geworden ist. (Gisela Blank)

a-gundermann.de




Sylvia Hagen, *1947 Treuenbrietzen

Schon auf den ersten Blick unterscheiden sich Sylvia Hagens Figuren von der klassischen figürlichen Bildhauerei. Das liegt an einem eher seltenen Verfahren, das sie für ihre Arbeit anwendet: ihre Plastiken baut sie meist aus Tonplatten gleichsam in Schichten auf.

Im Katalog Skulptur - Zeichnung des Kunstmuseums Magdeburg schreibt Michael Freitag: »Die Bildhauerin entwickelt ihre Figuren wie ein Gefäß und untergräbt so das stetige Gefühl für Körper und Masse. ... Die aufgebauten Figuren zeigen ihre Zerfallsbereitschaft als konstituierende Energie und als empfindsame Tastfläche zugleich...«. )

de.wikipedia.org/wiki/Sylvia_Hagen
youtube.com/watch?v=UWSEQ0kfFqE




Dorothee Helena Jacobs, *1948 in Kleve/Niederrhein

»Der Mensch in all seinen existenziellen Höhen und Tiefen ist viele Jahre das beherrschende Thema der Künstlerin. Dann, in den 90er Jahren, scheint es einen Bruch in ihrem Gesamtwerk zu geben. Jetzt beherrschen Linienkonstruk-tionen, abstrahierte, klare Formen die Fläche. Und doch, wenn man genau und lange genug hinsieht, kann man den Zusammenhang erkennen, den Entwicklungsweg verfolgen... Es werden keine Zeichensysteme an sich verwendet, die offene Form der Blätter bleibt fragmentarisch. Die Einheit von Struktur, Material und Farbigkeit überzeugt durch den geheimnisvoll visionären Ausdruck. « (Gabriele Muschter, 2007)




Oskar Manigk, *1934 Berlin

Oskar Manigk, der Sohn des bekannten Malers Otto Manigk, hat in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit für seine Malerei erlangt. Er wird heute mit wichtigen Museumsaus-stellungen geehrt.
Dementsprechend sagt der Kurator der Kunsthalle Rostock anlässlich der Verleihung des Kulturpreises des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2006: »Oskar Manigk ist für mich ein Ausnahmekünstler. Besonders ist vor allem, wie Manigk sich im Laufe seines Künstlerlebens in einer nahezu autarken Kunstwelt eingerichtet hat, unabhängig von äußerer Meinung, von gesellschaftlicher Wertung.«

oskar-manigk.de




Wolfgang Mattheuer, *1927 Reichenbach im Vogtland –
† 2004 Leipzig

Wolfgang Mattheuer gehört zu den führenden Vertretern der sog. Leipziger Schule der ehemaligen DDR. Sein Stil vereint Elemente der Neuen Sachlichkeit mit surrealen Bildmotiven. Sowohl seine grafischen als auch seine malerischen Werke sind oft durch eine Doppelbödigkeit gekennzeichnet, die sich erst auf den zweiten Blick entschlüsselt. Neben den gesell-schaftskritischen Bildern nehmen seine Landschaftsbilder einen eigenwertigen Rang ein. Die Landschaften des Malers werden zur Bühne verrätselter Allegorien und Gleichnisse, auf die Existenz der Menschheit.

mattheuer-stiftung.de

 


 

Werner Stötzer, *1931 Sonneberg – † 2010 Altlangsow

Prof. Werner Stötzer gehört zweifellos zu den bekanntesten deutschen Bildhauern. Seine Werke befinden sich in den großen Museen und Sammlungen des Landes, zum Beispiel in der Berliner Nationalgalerie und in der Sammlung Ludwig, Aachen, sowie im Außenbereich an prominenten Orten im öffentlichen Raum.

»Seine Blöcke haben nicht das Lächeln antiker Skulpturen. Für Werner Stötzer hat jeder Stein ein Gesetz, dem ein guter Bildhauer folgen muß.« (Ingeborg Ruthe, 2010)
Werner Stötzer selber formulierte: »Mein Inhalt ist weder der Himmel noch die Hölle, es ist der Mensch.«

de.wikipedia.org/wiki/Werner_Stötzer



Fotonachweise: M. Colden, D.H. Jacobs: Irene Walz; M. Enderlein: privat; E. Fuhr: Urszula Usakowska-Wolff; D. Goltzsche, W. Stötzer: Wikipedia/SpreeTom; A. Gundermann: Renate Zeun; S. Hagen: Ilona Ripke; O. Manigk: Lutz Wohlrab; W. Mattheuer: U.Mattheuer-Neustädt