In der Galerie
»Auf der Suche nach dem gültigen Bild«
Malerei und Zeichnung
Maja Drachsel
Achim Niemann
Eröffnung, Freitag 27.2.2026, 19.30 Uhr
Laudatio: Prof. Matthias Flügge
Saxophon: Roland Komitow
Ausstellung vom 28.2.bis 2.4.2026
Achim Niemann (Jg. 1951) aus Berlin und die Dresdner Malerin Maja Drachsel (Jg.1978) stellen in dieser Ausstellungen Arbeiten vor, in denen zwei nicht nur generationsspezifisch unterschiedliche Positionen in der Malerei hervortreten.
Niemanns Suche nach dem für ihn gültigen Bild ist keine literarische, sie ist informell, eine stringente Reduktion auf den Kern des Bildes. Minimalistische Strukturen, Töne zwischen Weiß und Schwarz, abgeschwächte Farbtöne. Er fordert die Betrachter auf , mit ihm auf Spurensuche zu gehen, ihren Blick für das Verschüttete, Verschwindende zu schärfen.
M. Drachsels Malerei dagegen ist eine erzählerisch-poetische, in der die Farbe, Form und Figur besondere Relevanz besitzt. Diese Malerei reicht von explosiver bis stiller künstlerischer Auseinandersetzung mit persönlich Erfahrenem und allgemeingültigen Themen, oft aus dem Unterbewußten herausgebrochen. Ihre „Bilder sind Momente der Windstille, die einladen, zu verweilen und sich in die komplexe Erzählung eines Lebens im 21. Jahrhundert zu versenken“ (G.Kremer).
In dieser Stille treffen sich dann auch Maja Drachsel und Achim Niemann.
Video vom Aufbau
Video-Produktion: Katja Schröder
Eröffnungsrede von Prof. Matthias Flügge
Rundgang durch die Ausstellung
Veranstaltungen Termine
Konzert
Freitag, 27.03.2026, 19 Uhr
Auf dem Programm stehen u.a.
folgende Werke:
W. A. Mozart:
Streichquintett no. 2 in c‑Moll K. 406/516b
L. v. Beethoven:
Streichquintett in C‑Dur op. 29
Mehr Informationen unter:
germany.musethica.org
Eintritt frei – Um Anmeldung wird gebeten unter
verein@galerie-amalienpark.de
Die erste Musethica-Konzertwoche 2026 in Berlin findet vom 21. bis 28. März statt. In dieser Woche unterrichtet und begleitet Professor für Kammermusik und Geiger Johannes Meissl vier junge Musiker*innen, die derzeit an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und der Barenboim-Said-Akademie studieren. Gemeinsam werden sie Streichquintette von Mozart und Beethoven aufführen sowie Solo-Stücke präsentieren. Johannes Meissl ist Vizerektor für Internationales und Kunst der mdw in Wien, Co-Leiter der ECMA (European Chamber Music Academy), unterrichtet weltweit bei zahlreichen Kursen und Sommerakademien und engagiert sich seit vielen Jahren stark für Musethica.
Die jungen Musiker*innen:
Kaori Furusawa, Violine
Denis Valishin, Viola
Elena Küssner, Viola
Heddi Raz Shahar, Violoncello
ausverkauft
Finissage
Donnerstag, 2.4.2026, 19 Uhr
Maja Drachsel und Achim Niemann werden anwesend und für erhellende Gespräche bereit sein.
In der lockeren Abschiedsrunde wird uns Ilona Gavlik auf dem Akkordeon mit Tangoklängen begleiten.
Es erwartet Sie /Euch ein kleines rustikales Buffet.
Im Kabinett
»Vents Grau«
Hans Vent
28.2. bis 2.4.2026
Eröffnung: Freitag 27.4.2026, 18 Uhr
Einführung Kurator Thilo Billmeier, Kunstwissenschaftler
Wie andere Koloristen der Moderne hat auch Hans Vent sich intensiv mit dem Grau auseinandergesetzt. Die Ausstellung im Kabinett markiert anhand von Papierarbeiten drei Aspekte dieses Interesses.
In einer ersten Gruppe entwickelt Vent das Grau zentral vom Hell-Dunkel und der Massenverteilung her. Die Auswahl versammelt motivisch skulptural anmutende Einzelfiguren. Sodann denkt Vent das Grau als Nullpunkt eines besonderen farbigen Glanzes. Die hier zusammengestellten Blätter zentrieren im Motivkreis des Schreitens. Schließlich entfaltet Vent das Grau als Resonanzraum für intensive Farbklänge. Dieser Gesichtspunkt wird durch eine Serie von Gouachen dokumentiert, die Vent in den 90er Jahren selbst zusammengestellt hat. In der Zusammenschau der unterschiedlichen Aspekte lässt sich Vents Grau als Ursprung und Konzentrat von Farbe erfahren. Als solcher Anfang, »Licht, das noch keinem gehört« (Michael Hamburger), steht es für das Wunder der Sichtbarkeit.
