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2.4. bis 7.5.2022

In der Galerie

»Am Weg«

Lin­de Bisch­off, Joa­chim Böttcher

Eröff­nung: Frei­tag 1.4.2022, 19:30 Uhr

1945 gebo­ren, stu­dier­te Lin­de Bischof an der Kunst­hoch­schu­le Ber­lin-Wei­ßen­see und lebt seit 1973 als frei­be­ruf­li­che Künstlerin in Ber­lin. Ein wenig beach­te­ter Teil ihres Wer­kes sind schwarz-weiß Foto­gra­fien, die seit den 1980er Jah­ren auf Rei­sen zu den Roma an der bul­ga­ri­schen Schwarzmeerküste ent­stan­den sind. Vor­ur­teils­frei und wirk­lich­keits­nah erzäh­len sie aus gro­ßer Nähe und Ver­traut­heit von einer jahr­hun­der­te­al­ten Lebens­form auf dem Bal­kan unter den Bedin­gun­gen des sozia­lis­ti­sche Bulgariens. 

Joa­chim Bött­cher (*1946) hat in über 50 Schaf­fens­jah­ren ein kom­plex ange­leg­tes Werk ent­fal­tet, das Zeich­nung, Male­rei und Plas­tik als Gat­tun­gen syn­the­ti­siert. Sie zei­gen den gan­zen Reich­tum des­sen, was zwi­schen Akt, Land­schaft und abs­trak­ter Struk­tur an Sehereig­nis­sen mög­lich ist. Der stren­ge, zeit­lo­se Werk­be­griff, den er zugrun­de legt, ist dar­auf aus­ge­rich­tet, das Poten­zi­al des Zusam­men­spiels von Linie, Grund und Raum frei­zu­set­zen. Prä­sen­tiert wer­den Arbei­ten eines außer­ge­wöhn­li­chen Zeichners.

2.4. bis 7.5.2022

Im Kabinett

»In anderen Wahrheiten«

Zei­chen­grup­pe Achim Nieman
Cosi­ma Blau­rock, Alex­an­dra Fink, Jose­phin Gerlitzke,
Flo­ri­an Schuler, Karin Schwe­ders­ky, Sarah Sydow
Corin­na Voi­ßel, Hel­la Weidlich

Eröff­nung: Frei­tag 1.4.2022, 18.30 Uhr

Seit 1998 lei­te ich die Zei­chen­grup­pe und bin immer wie­der wie­der auf›s Neue von der Offen­heit und Direkt­heit der Zeichner:innen und den Ergeb­nis­sen unse­rer gemein­sa­men Arbeit ergrif­fen. Freu­de, Lachen, Unlust, Gedan­ken­schwe­re und Unbe­küm­mert­heit, das alles scheint hier etwas lang­sa­mer abzu­lau­fen als in der soge­nann­ten ande­ren Rea­li­tät, drau­ßen. Es sind Situa­tio­nen, die mich an die eige­ne Lang­sam­keit als Maler und Bild­hau­er vor mei­nen Arbei­ten erin­nern, auch wenn hier Wahr­heit völ­lig anders erkun­det wird, als ich es ver­mag. Dabei sind die Zeichner:innen hier unbe­fan­ge­ner in der Offen­ba­rung ihrer Ent­de­ckun­gen. Sie arbei­ten mit gro­ßer Auf­merk­sam­keit und Freu­de über das Erreichte.Wohlgefällige For­men wer­den ohne Will­kür zer­stört. Eitel­kei­ten sind ihnen fremd. Wenn ich mich von vie­len die­ser Zeich­nun­gen und Bil­der berührt füh­le, dann hat das etwas mit den Geheim­nis­sen zu tun ‚die sie in sich tra­gen. Das ist etwas, was Kunst vermag.

Achim Nie­mann